Unusual stereodaguerreotype of a unidentified well-heeled elderly woman, c. 1855

Vienna, Austria, circa 1855

Photographer: Franz K. Strezek

Stereodaguerreotype in a leather case with an integrated stereoviewer, embossed with the name  "Rospini k.k. Hof/ Drechsler u. Opticus/ Wien, Kärnthnerstraße No 1074"

Dimensions:  95 mm x / 120 mm (Kassette), 64 mm x 48 mm (jedes Bild)

Condition: good and original condition

Strezek (Strečeck) Franz K., Photograph. Geb. Prag, Böhmen (Praha, Tschechien), um 1807; gest. Floridsdorf, NÖ (Wien), 6. 6. 1885; röm.-kath. Sohn eines Wachsziehers. – S. kam mit seinem Bruder Thomas S. (1807–1896), der als Amateur daguerreotypierte, nach Wien und begann um 1839/40 in dessen Haus mit diesem Verfahren zu experimentieren. Ab 1840 gehörte er zu den Mitgl. der „Fürstenhofrunde“, in der sich die Wr. Pioniere dieses Mediums regelmäßig trafen, und übernahm 1844 das Atelier von C. Schuh (s. d.) im „Fürstenhof“(Wien 3). S., der i. d. F. mit seinem Atelier mehrfach den Standort wechselte, begann 1854 mit der Anfertigung von Stereodaguerreotypien, die er gem. mit dem Photohändler und Optiker Carl Joseph Rospini vertrieb. S. war in den 1850er Jahren der erfolgreichste Porträtdaguerreotypist in Wien: Die in konventioneller Manier gestalteten Bildnisse von Einzelpersonen und Gruppen wurden vielfach als Stereoaufnahmen ausgeführt und die belichteten Platten tw. koloriert. Ab den 1860er Jahren fertigte S. Visitphotos, mit denen er allerdings wenig Erfolg hatte, und übersiedelte Anfang der 1870er Jahre in ein Vorstadtatelier. Mitte der 1870er Jahre gab er das Photographieren auf, bestritt seinen Lebensunterhalt mit Laborarbeiten und starb schließl. völlig verarmt. Seine Arbeiten wurden in mehreren Ausst., u. a. jener anläßl. des 50jährigen Regierungsjubiläums K. Franz Josephs, 1898, und in der Ausst. „Geschichte der Fotografie in Österreich“, 1983, gezeigt.

Aus: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815-1950

 
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